Kaiserwetter, Kähne, Kultur und viel Kulinarisches

Das 16. Harburger Binnenhafenfest punktete einmal mehr als maritimes Familienfest

 Mit „Tuten und Pfeifen“ der Gast-Schiffe, Shuttleboote und Hafenschiffe wurde am Sonntag um 18 Uhr lautstark das 16. Harburger Binnenhafenfest verabschiedet. Der Veranstalter, die KulturWerkstatt Harburg e.V., ist glücklich, dass sich die Mühen auszahlten: Etwa 105.000 Besucher, über 20 Schiffe, mehr als 200 Stände und wieder ein Riesenrad. Das Warm-Up bei milden Temperaturen am Freitagabend war ein großer Erfolg.

Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen schufen ideale Bedingungen für das beliebte Familienfest im Quartier am Wasser. Für jeden musikalischen, maritimen, kunst- und kunsthandwerklichen sowie kulinarischen Geschmack war etwas dabei. Mit sechs Bühnen an Land und auf dem Wasser war das Musikprogramm bunt und anspruchsvoll gemischt. Es reichte vom derben Rock, über Swing und Klängen aus der europäischen Nachbarschaft bis zum plattdeutschen Liedermacher. Bereits das Warm-Up schlug am Freitagabend bei den Musikfreunden ein. Bei Bier und Bratwurst hörten sie Fry, Coverdale und Hardbone. Am Samstag füllten MMW – Marios Westernhagen Tribute und 5th Avenue mühelos den großen Platz vor der Hauptbühne.

Auch „die neu installierte Bühne auf dem Info-Markt kam bei den Harburger Vereinen und Institutionen bestens an“, resümierte Adrian Carstens vom Veranstalter KulturWerkstatt Harburg e.V. und verantwortlich für den Bereich. „Sie wurde reichlich für Musik- und Theater Darbietungen genutzt.“ Besonders die Trommel-Gruppe Yo Bachi Daiko beindruckte mit ihrem rhythmischen Schlagen auf die Taiko, die japanische Trommel.

Das Museumsschiff Greundiek hatte ebenfalls Besonderes mit an Bord: die Ausstellung Schiffkunst mit Werken von Harburger Künstler: Bente Wolke, Illustration, Bine Voigt, Fotografie, Knud Plambeck, Skulpturen, Herr & Frau Oehlmann Großsegler-Modelle im Streichholzschachtelformat. In direkter Nachbarschaft liegt seit Freitagabend das erste Harburger Fährschiff, das im Rahmen des Harburger Binnenhafenfestes mit knallender Sektflasche feierlich auf den Namen „Wappen zu Harburg“ getauft wurde. Geplant sind Linienfahrten in die Hamburger City sowie Wilhelmsburg und Bergedorf. Großen Anklang fanden, wie in den Jahren zuvor, die Hafenrundfahrten. „Alle Achtung“ war von einem Fahrgast zu hören, „alles kostenlos und so ein großes Angebot.“

Das Kinderprogramm von Indianer spielen bis Ponyreiten musste leider am Sonntag unter den Temperaturen leiden, da die Kinder den kühlenden Schatten bevorzugten. Für die Großen bot eine Fahrt im Riesenrad eine wohltuende Brise und den Hafen aus der

Vogelperspektive. Nach dem Ausfall im letzten Jahr, freute sich der Veranstalter, einen zuverlässigen Betreiber verpflichtet zu haben.

Beliebte Anlaufstätten waren bei fast dreißig Grad die Getränke- und Eisstände. Für Hungrige gab es von der Bio-Bratwurst bis zum edlen Lachsfilet so ziemlich alles, was der Gaumen begehrt. Und von Seiten der Polizei war zu hören, dass es „keine besonderen Vorkommnisse, außer ein paar hitzebedingte Ausfälle“, zu vermelden gibt.

Harburger Binnenhafenfest 2016 395

Harburger Binnenhafenfest 2016: Das 16. Harburger Binnenhafenfest hatte wieder ein Riesenrad, das gemütlich seine Runden auf dem Lotsekai drehte

Mit einem erschöpften, aber sehr zufriedenen Organisationteam und über 40 Helfern geht das 16. Harburger Binnenhafenfest zu Ende. „Damit es 2017 vom 9. bis 11. Juni weitergeht, benötigen wir wieder viele Unterstützer und Helfer;“ appelliert der Veranstaltungsleiter Gorch von Bloomberg und hofft auf großen Zuspruch.

Pressekontakt:

Gorch von Blomberg, 0177 3022526
Judith Hein, 0170 300 9987

Quelle: 16. Harburger Binnenhafenfest