Flüchtlinge als Fachkräfte fur die Ernährungswirtschaft

Unternehmen treffen Flüchtlinge auf Praxisforum im Elbcampus – 90% der Betriebe wollen Flüchtlinge beschäftigen

 

foodactive e.V. startet Aktivitäten zur Information und Integration von Flüchtlingen in Betriebe der Ernährungswirtschaft. Gut 90 Teilnehmer zu Gast im ELBCAMPUS. Hamburg-Harburg, den 27.04.2016 – Eine aktuelle Umfrage von foodactive unter den 500 Ernährungsbetrieben der Metropolregion Hamburg zeigt, dass sich 90% der befragten Unternehmen eine Beschäftigung von Flüchtlingen vorstellen können – sei es bei einem Praktikum, einer Festanstellung oder Ausbildung. Aktuell sind ca. 44.000 Personen in der Ernährungswirtschaft der Metropolregion Hamburg beschäftigt. 2016 erhielt foodactive eine Zuwendung der Stadt Hamburg, weil besonders hohes Potenzial für die Integration von Flüchtlingen in der Branche erwartet wird.
Franziska Wedemann, Vorstandsmitglied von foodactive begrüßte die Teilnehmer im Elbcampus. Das Back-Haus Wedemann ist bereits vorangegangen und hat Erfahrungen bei der Beschäftigung von Flüchtlingen gesammelt. Nach einer Einleitung von Gesine Keßler-Mohr von der Handwerkskammer Hamburg referierte Jürgen Gallenstein von der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration über das integrierte Angebot des Hamburger Modellvorhabens „Work and Integration for Refugees” (W.I.R.), das bereits bundesweit Beachtung gefunden hat. Dr. Oliver Brandt stellte im Anschluss die Ergebnisse der foodactive-Befragung vor, die im Februar gestartet wurde.
Netzwerke verbinden McDonald´s mit Bäckereien und StartUps
Vier Unternehmen sprachen auf einem Podium über ihre Praxiserfahrungen aus verschiedenen Perspektiven: neben dem Start-up „Refugee Canteen“ und der Bäckerei Soetebier aus Winsen/Luhe gaben auch Vertreter von McDonald´s Nordheide und DAT BACKHUS, eine der großen Bäckereien in der Metropolregion mit über 1.000 Mitarbeitern in mehr als 120 Filialen, Auskunft über ihre ersten Erfahrungen mit der Beschäftigung von Flüchtlingen. Insbesondere stünden die Erlernung der deutschen Sprache und die Vorbereitung in der eigenen Belegschaft ganz oben auf der Prioritätenliste.
Die Podiumsteilnehmer gewährten wertvolle Praxiseinblicke und stimmten überein, dass funktionierende Netzwerke für Unternehmen wie Flüchtlinge gleichermaßen sehr wichtig seien, um trotz bürokratischer Hürden die Fachkräftesituation in der Ernährungsbranche durch die sinnvolle Integration von Flüchtlingen zu verbessern.

Erste Workshops im Juni in Hamburg und Uelzen – Praxistipps von foodactive
Auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ im Elbcampus kamen die Teilnehmer anschließend mit Flüchtlingen direkt ins Gespräch. Es wurden Informationen ausgetauscht und Kontakte geknüpft – mit Gästen von Unternehmen und Initiativen u.a. aus dem Wendland, dem Norden Hamburgs und der Süderelbe-Region. Workshops finden Mitte Juni in Uelzen und Hamburg bei Partnerunternehmen statt. Interessenten erhalten aktuelle Informationen und praktische Tipps für die Integration von Flüchtlingen persönlich und unter

www.foodactive.de/flüchtlinge
Die Veranstaltung im Elbcampus in Hamburg-Harburg fand in Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg sowie den Handwerkskammern Hamburg und Braunschweig-Lüneburg-Stade statt.
Ralf Hocker von foodactive mit Ahmed Mukhtar, einem 48jährigen Pakistaner.
Die Vertreter von vier Unternehmen der Ernährungsbranche berichten von Hürden und Erfolgen bei der Integration von Flüchtlingen.

Ralf Hocker von foodactive mit Ahmed Mukhtar, einem 48jährigen Pakistaner.

Ralf Hocker von foodactive mit Ahmed Mukhtar, einem 48jährigen Pakistaner.

 

Über foodactive e.V.
foodactive e.V. ist das Ernährungsnetzwerk der Metropolregion Hamburg. Zielgruppe sind Unternehmen der Lebensmittelproduktion. Aktuell haben sich rund 50 Unternehmen aus der Branche in dem Verein zusammengeschlossen. 44.000 Personen sind direkt in der Ernährungswirtschaft der Metropolregion Hamburg beschäftigt. In den knapp 500 Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft der Metropolregion Hamburg werden etwa 14 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet. Mehrwerte für Unternehmen stellen die Netzwerke dar sowie Information zu aktuellen Trends bei Fachveranstaltungen und Workshops mit interessanten Kontakten. Zusätzlich können Mitglieder exklusive Veranstaltungen besuchen und verschiedene Dienstleistungen beanspruchen. Im März 2015 wurde foodactive als Exzellenz-Cluster des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet und als 100. Mitglied in die „go-cluster“-Initiative aufgenommen.
www.foodactive.de
Über die Süderelbe AG
Die Süderelbe AG ist ein zentraler Ansprechpartner für Unternehmen, Investoren und Kommunen im Hamburger Süden. Die Gesellschaft bietet zahlreiche Dienstleistungen in den Bereichen Immobilien und in den Zukunftsbranchen der Region: Logistik und Hafen, Ernährungswirtschaft und Luftfahrt. Weitere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Standortmanagement, Innovation und Qualifizierung. Die Süderelbe AG stärkt die südliche Metropolregion Hamburg mit der Entwicklung und Umsetzung grenzübergreifender Konzepte und Projekte. Hamburg und die niedersächsischen Landkreise Harburg, Lüneburg und Stade sowie die Hansestadt Lüneburg gehören ebenso zu den Aktionären wie die Sparkassen der Region, Unternehmen, Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern.
www.suederelbe.de

 

 
Kontakt
foodactive e.V.
Dr. Annika B. Schröder
Geschäftsführerin foodactive e.V.
Tel: +49 (40) 355 10 355
E-Mail: schroeder@foodactive.de
www.foodactive.de
Süderelbe AG
Dr. Oliver Brandt
Projektmanager
Tel: +49 (40) 355 10 355
E-Mail: brandt@suederelbe.de
www.suederelbe.de

Quelle: Süderelbe AG