Carlisle schafft 60 neue Jobs in Harburg

Die Dachabdichtungen aus Harburg schützen unter anderem den Hamburger Hauptbahnhof und fanden Verwendung auf Fabrik­hallen von Beiersdorf und Airbus. Nun weitet der Hersteller Carlisle Europe selbst seine Produktion und seine Deutschland- und Europazentrale im Harburger Binnenhafen aus.

Carlisle investiert am Standort Harburg zehn Millionen Euro und schafft 60 neue Arbeitsplätze. Je zur Hälfte in der Herstellung sowie in Verwaltung und einem neuen Schulungszentrum. „Die Zahl der Mitarbeiter wird sich gegenüber Anfang 2014 auf etwa 120 verdoppeln“, sagte Unternehmenssprecherin Kirsten Ohlendorf dem Abendblatt. Im Schulungszen­trum, das in der kommenden Woche offiziell eröffnet wird, lernen Dach­decker, Architekten und Planer den Umgang mit den Carlisle-Produkten.

Der Spezialist für Dachabdichtungen aus Synthesekautschuk ist nach eigenen Angaben Europas Marktführer in diesem Segment und ging 2008 durch ein Management-buy-Out aus der von Conti übernommenen Phoenix AG hervor. Seit 2011 gehört das von Gründer Gregor Ellegast weiterhin geführte Unternehmen zur Baumaterialsparte des US-Konzerns Carlisle.

Von der Zentrale in Harburg aus werden mehrere weitere zu Carlisle Europe gehörende Firmen und Niederlassungen in den Niederlanden, Großbritannien und Rumänien geführt. Auch die Entwicklungsabteilung hat ihren Sitz in Harburg. Carlisle Europe beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 100 Millionen Euro. Er soll bis zum Jahr 2018 auf etwa 120 Millionen Euro steigen.

Quelle: Hamburger Abendblatt