Die TUHH geht neue Wege: Virtuelle Realität in der Flugzeugsystemtechnik

An der Technischen Universität Hamburg setzt das Institut für Flugzeug-Systemtechnik erstmalig eine eigens programmierte Virtuelle Realität (VR)-Umgebung in der Lehre ein. Masterstudierende erfahren mit Hilfe von Smartphone und VR-Brille wie komplex Systeme im Flugzeug sind. Betreut wird die Lehrinnovation vom TUHH-Zentrum für Lehre und Lernen.

Wie funktioniert die Flugsteuerung, wie das Hydrauliksystem? Der Einsatz von VR soll vor allem dazu dienen, die Rechenaufgaben, die hinter diesen Systemen stecken, durch Visualisierung in die tatsächliche Anwendung einzubetten. „Wir versprechen uns durch die Einführung von VR viele Aha-Erlebnisse bei Studierenden in Bezug auf System-Struktur-Konflikte. Sie lassen sich visuell viel schneller erschließen als mathematisch“, sagt Oberingenieur Martin Halle vom Institut für Flugzeug-Systemtechnik.

Neben der Vermittlung von Inhalten möchten die Lehrenden des Instituts für Flugzeugsystemtechnik ihren Studierenden die Chance geben, sich bereits vor ihrem Arbeitsbeginn in der Industrie mit den Möglichkeiten von VR vertraut zu machen. Die Bereitstellung der VR-Umgebung über eine TUHH-Cloud erlaubt es außerdem, beim Selbststudium zu Hause die Visualisierungen sowie die in die VR-Umgebung integrierten Quizfragen zu nutzen.
Timur Eksen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Flugzeug-Systemtechnik, ist mit der technischen Umsetzung betraut und äußert sich nach dem ersten Einsatz von VR in der Hörsaalübung zufrieden: „Wir werden mit Hilfe des Feedbacks der Studierenden noch ein paar technische Details verbessern, aber die Studierenden haben sehr positiv auf dieses neue Angebot reagiert. Nun können wir uns verstärkt der optimalen
didaktischen Einbettung von VR widmen.“