Geschichte des channel hamburg
Der "channel hamburg" ist nicht auf Sand gebaut, sondern auf den Fundamenten von mehr als 900 Jahren Geschichte. Dort, wo einst Bischöfe und Herzöge Hof hielten, forschen heute Wissenschaftlerinnen und Ingenieure.
Es ist dieser Hauch von Geschichte, der den channel von den unzähligen Technologieparks auf der grünen Wiese unterscheidet und der wesentlich zum Wohlbefinden der Mitarbeiter beiträgt.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war dieser Bereich die lebendige Keimzelle der ehemals selbstständigen Stadt Harburg. Mit dem einsetzenden Wandel Harburgs zum Industriestandort wurde der Binnenhafen durch Industrie- und Hafenwirtschaft überformt und durch Verkehrsschneisen vom Stadtkern Harburgs abgetrennt. Der Bereich wurde so bis in die 80er Jahre zu Harburgs "no-go-area". Seit etwa 1970 ist Harburg als klassischer Industriestandort vom allgemeinen Strukturwandel in Richtung Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft besonders betroffen.
Seit 1990 laufen nun vielfältige Planungskonzepte und Maßnahmen zur schrittweisen Revitalisierung des Harburger Binnenhafens, zur Vernetzung mit der Hamburger Innenstadt, zur Schaffung von Durchlässigkeit mit vielfältigen Wasserbezügen.
Die Stadt wächst wieder ans Wasser. Aus der ehemaligen "no-go-area" wird für sich ansiedelnde Firmen eine vielbeachtete "gute" Adresse mit Hafenambiente.
Von der Burg zum Hafenstandort channel hamburg - Die Geschichte im Überblick
Die Lage am Fluss hat das Gesicht Harburgs im Laufe seiner über 800-jährigen Geschichte stark geprägt. Zunächst schützte die morastige Flussmarsch die Horeburg und die angrenzende Siedlung vor Feinden. Später ermöglichte die Nähe zum Elbstrom den Ausbau Harburgs zur Hafen- und Handelsstadt und war nicht zuletzt ein Grund für die rasche und umfassende Industrialisierung Harburgs. Diese vollzog sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem flussnah. Das ehemalige Stadtzentrum rund um Schloßinsel und Schloßstraße wurde von riesigen Industriebauten und viel befahrenen Verkehrsadern überformt. Das städti-sche Leben fand südlich davon auf dem Geestrücken statt und hatte kaum noch Beziehungen zum Wasser.
Mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel, der seit den 1970er Jahren einsetzte, wur-de der Harburger Binnenhafen für die
traditionellen Industriezweige immer unin-teressanter. Eine neue Vision musste her: Sie wurde im Rahmen der Entwicklungs-planung Harburger Binnenhafen zu Be-ginn der 1990er Jahre gefunden und 1995 in einem Senatsbeschluss fixiert. Das Ziel ist es nunmehr, auf dem Gebiet des Harburger Binnenhafens ein lebendiges Viertel zu schaffen, das durch eine “Mischung neuen Typs³ geprägt ist: Arbeiten, Wohnen und Freizeit sollen hier in Zukunft eine Einheit bilden. Dabei setzen die Planer auf den besonderen Reiz des Wassers, das wieder zur prägenden Kraft für Harburg wird und in dem Begriff channel hamburg seinen sinnbildlichen Ausdruck findet.
Der channel hamburg verwandelt sich mehr und mehr in ein attraktives und lebendiges Stadtquartier, in dem gearbeitet und gelebt wird. Dabei stehen traditionelle und neue Nutzungen, alte und moderne Architektur nicht in Konkurrenz, sondern in einem reizvollen Kontrast zueinander.
1135 Die Horeburg, die Burg im Moor, wird erstmals urkundlich er-
wähnt. Sie wird in den folgenden Jahrhunderten schwer um-
kämpft. Trotzdem kann sich entlang des Bohlenweges zur Burg
eine kleine Siedlung entwickeln, die
1297 das Stadtrecht erhält.
1527 Harburg wird Sitz einer Nebenlinie der Herzöge von Braun-
schweig-Lüneburg. Die Burg wird zum Schloss. Unter der Regent-
schaft von Herzog Otto I. und seinen Nachfolgern verdreifacht
sich die Einwohnerzahl von geschätzten 100 auf rund 300.
ab 1644 Nach dem Tod des letzten Harburger Herzogs (1642) ist der Weg
frei für den Ausbau des Schlosses zu einer modernen sternförmi-
gen Festungsanlage.
Dem Festungsbau fällt ein Teil der Bürgerstadt zum Opfer. Ein
neues Stadtzentrum entsteht südlich der Schloßstraße am
Geestrand. Die Schloßstraße bleibt Zentrum für den Waren-
umschlag. Bürgerstadt und Hafenbezirk beginnen getrennte
Wege zu gehen.
1661 Ein Handelsvertrag festigt die Entwicklung Harburgs zur Hafen-
stadt. Das Transportgewerbe wird für die nächsten 200 Jahre zum
wichtigsten Wirtschaftszweig Harburgs.
1845-49 Die militärisch nicht mehr genutzte Festung mit ihren Wasser-
gräben wird zu einer modernen Hafenanlage umgewandelt und
erhält 1847 Anschluss an das Hannoversche Eisenbahnnetz. Eine
wichtige Voraussetzung für die Industrialisierung in Harburg.
1854 Harburg wird anders als Hamburg Mitglied des Deutschen
Zollvereins und damit zu einem begehrten Standort für die Ham-
burger Industrie. Die in Harburg gefertigten Waren können zollfrei
auf dem deutschen Markt angeboten werden. Der Bezirk rund um
den Harburger Hafen wird zum blühenden Industriegebiet, das
auch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges überdauert.
ab 1970 Die Wirtschaftskrise der 1970er Jahre sowie der wirtschaftliche
Strukturwandel gehen auch an Harburg nicht spurlos vorüber.
Mehr und mehr Betriebe schließen ihre Pforten, reduzieren oder
verlagern ihre Produktion. Teile des Harburger Binnenhafens
veröden.
1978 Mit dem Einzug der neu gegründeten Technischen Universität
Hamburg-Harburg (TUHH) in das ehemalige Verwaltungsge-
bäude der Firma Thörl an der Harburger Schloßstraße beginnt ein
neues Kapitel in der Geschichte des Harburger Binnenhafens. Er
läutet die Umwandlung von einem traditionellen Industriestandort
zu einem Zentrum moderner Dienstleistungs- und Technologie-
unternehmen ein. Die Praxisorientierung der TUHH sowie eine
enge Kooperation mit der Wirtschaft sorgen für neue Impulse für
die Ansiedelung von jungen Firmen aus den IT-, Umwelt- und Bio-
technologie-Branchen.
1990 Gründung des MAZ Mikroelektronik-Anwendungszentrum
Hamburg in unmittelbarer Nachbarschaft der Universität. Das
städtische Unternehmen MAZ hat als wirtschaftspolitisches
Instrument das Ziel, innovative Märkte im Bereich der Mikro-
elektronik für den Wirtschaftsraum Hamburg zu erschließen. MAZ
gründet im Laufe der Zeit zehn Technologieunternehmen, acht
davon haben bis heute ihren Sitz im channel harburg. Diese Aus-
gründungen sind die ersten von vielen weiteren Firmenansied-
lungen im channel.
1992 Die Immobilienentwicklung im channel harburg beginnt mit der
Konversion der ehemaligen Unilever-Seifenfabrik am Scheller-
damm und mit der Eröffnung des Edelrestaurants Marinas.
Investor für diese Maßnahme sowie ein Großteil der Projekte in
den Folgejahren ist die Hamburger Baufirma HC Hagemann.
1994 Das MAZ bekommt ein neues Gebäude in der Harburger Schloß-
straße. Die zeitgemäße Architektur setzt neue Maßstäbe im
channel und fügt sich unkonventionell in die vorhandene Bau-
struktur ein.
1995 Der ehemalige Palmspeicher wird zu einem Bürogebäude mit
Restaurant und Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss um-
gebaut.
1998 Mit dem Gebäude channel I für die aus dem MAZ ausgegründete
Firma bbcom wird der zweite Neubau im channel harburg erstellt
und vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg zum Bauwerk
des Jahres gewählt.
2000 Der Verein channel harburg e.v. wird als Interessensvertretung
ansässiger Firmen ins Leben gerufen. Zielsetzung ist, unter der
Dachmarke channel harburg die verschiedenen Aktivitäten im Ge-
biet des Harburger Binnenhafens zu bündeln und dabei auch die
Hafen- und Industriebetriebe mit einzubeziehen. Prioritäten:
Standortmarketing, Knüpfung von Netzwerken und die Ansiedlung
neuer Unternehmen.
2002 Der channel tower, das neue Wahrzeichen für den channel
harburg und mit 75 m Höhe das höchste Gebäude südlich der
Elbe, wird eingeweiht und von den ersten Mietern bezogen.
2003 TuTech Innovation GmbH siedelt sich im Verbund mit Hamburg
2004 Innovation GmbH im channel harburg an.
2005 Gesellschafter der GmbH sind die Hamburger Hochschulen sowie
die TuTech, die auch den operativen Kern des Transfer-Verbundes
bildet. Im Bereich Wissenstransfer hat die TuTech bundesweit
Vorbild-Charakter.
In der “Fortschreibung des Leitbildes: Metropole Hamburg
Wachsende Stadt" durch die Senatskanzlei Hamburg vom
22.7.2003 wird u. a. beschlossen: Der Sprung über die Elbe soll
auch die Süderelbe überwinden und das stadtweit bedeutsame
Entwicklungsprojekt des Harburger Binnenhafens mit der Schloß-
insel als Trittstein der Gesamtentwicklung auf der Achse City
HafenCity Wilhelmsburg Harburg einbinden.
- Die Dachmarke “channel harburg" wird im Juli von der Mitglieder-
versammlung des channel harburg e.v. geändert in “channel
hamburg". Damit soll betont werden, dass der channel ein Ham-
burger Stadtteil ist und mit dem Norden zusammenwächst, auch
im Sinne des Leitbildes der “Wachsenden Stadt".
- Die Konversion des Silos am Schellerdamm in ein modernes 14-stöckiges
Bürohaus ist abgeschlossen.
- Als weiteres herausragendes Gebäude im Binnenhafen wurde der
Kaispeicher fertig gestellt. Auch hier wurde ein für die Geschichte
des Hafens prägnantes Speichergebäude erhalten und für neue
Zwecke umgewandelt.
- Die Planungen für die Integration eines chinesischen Handels-
und Dienstleistungszentrums in den channel hamburg werden der
Öffentlichkeit präsentiert.
- Auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bahn stehen be-
reits die nächsten Erweiterungsflächen für den channel bereit.
Hierfür gibt es Pläne für eine Mischnutzung aus Arbeiten,
Forschen und Wohnen, die unter dem Schlagwort Hafencampus
zusammengefasst werden.
- Für den Bau eines Boarding-Hauses liegen konkrete Planungen
vor. Geschäftspartnern und Mitarbeitern von ansässigen Firmen
werden hiermit Unterkunftsmöglichkeiten in enger räumlicher Be-
ziehung zum channel hamburg geboten.
- Der Senat entlässt die Schloßinsel aus der Hoheit des Amtes für
Strom- und Hafenbau. Damit wird der Weg frei für die Nutzung
der vielfältigen Potenziale des Gebietes als Wassersportrevier
und Wohnquartier. Ansässige Werften und entsprechende
Dienstleistungsunternehmen können von dieser Entwicklung
profitieren und werden in die Planungen mit einbezogen.
- Der channel hamburg ist einer der Hauptstandorte für strategische Airbus-Supplier.
Die Geschichte im Überblick - finden Sie im Anhang.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war dieser Bereich die lebendige Keimzelle der ehemals selbstständigen Stadt Harburg. Mit dem einsetzenden Wandel Harburgs zum Industriestandort wurde der Binnenhafen durch Industrie- und Hafenwirtschaft überformt und durch Verkehrsschneisen vom Stadtkern Harburgs abgetrennt. Der Bereich wurde so bis in die 80er Jahre zu Harburgs "no-go-area". Seit etwa 1970 ist Harburg als klassischer Industriestandort vom allgemeinen Strukturwandel in Richtung Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft besonders betroffen.
Seit 1990 laufen nun vielfältige Planungskonzepte und Maßnahmen zur schrittweisen Revitalisierung des Harburger Binnenhafens, zur Vernetzung mit der Hamburger Innenstadt, zur Schaffung von Durchlässigkeit mit vielfältigen Wasserbezügen.
Die Stadt wächst wieder ans Wasser. Aus der ehemaligen "no-go-area" wird für sich ansiedelnde Firmen eine vielbeachtete "gute" Adresse mit Hafenambiente.
Von der Burg zum Hafenstandort channel hamburg - Die Geschichte im Überblick
Die Lage am Fluss hat das Gesicht Harburgs im Laufe seiner über 800-jährigen Geschichte stark geprägt. Zunächst schützte die morastige Flussmarsch die Horeburg und die angrenzende Siedlung vor Feinden. Später ermöglichte die Nähe zum Elbstrom den Ausbau Harburgs zur Hafen- und Handelsstadt und war nicht zuletzt ein Grund für die rasche und umfassende Industrialisierung Harburgs. Diese vollzog sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem flussnah. Das ehemalige Stadtzentrum rund um Schloßinsel und Schloßstraße wurde von riesigen Industriebauten und viel befahrenen Verkehrsadern überformt. Das städti-sche Leben fand südlich davon auf dem Geestrücken statt und hatte kaum noch Beziehungen zum Wasser.
Mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel, der seit den 1970er Jahren einsetzte, wur-de der Harburger Binnenhafen für die
traditionellen Industriezweige immer unin-teressanter. Eine neue Vision musste her: Sie wurde im Rahmen der Entwicklungs-planung Harburger Binnenhafen zu Be-ginn der 1990er Jahre gefunden und 1995 in einem Senatsbeschluss fixiert. Das Ziel ist es nunmehr, auf dem Gebiet des Harburger Binnenhafens ein lebendiges Viertel zu schaffen, das durch eine “Mischung neuen Typs³ geprägt ist: Arbeiten, Wohnen und Freizeit sollen hier in Zukunft eine Einheit bilden. Dabei setzen die Planer auf den besonderen Reiz des Wassers, das wieder zur prägenden Kraft für Harburg wird und in dem Begriff channel hamburg seinen sinnbildlichen Ausdruck findet.
Der channel hamburg verwandelt sich mehr und mehr in ein attraktives und lebendiges Stadtquartier, in dem gearbeitet und gelebt wird. Dabei stehen traditionelle und neue Nutzungen, alte und moderne Architektur nicht in Konkurrenz, sondern in einem reizvollen Kontrast zueinander.
1135 Die Horeburg, die Burg im Moor, wird erstmals urkundlich er-
wähnt. Sie wird in den folgenden Jahrhunderten schwer um-
kämpft. Trotzdem kann sich entlang des Bohlenweges zur Burg
eine kleine Siedlung entwickeln, die
1297 das Stadtrecht erhält.
1527 Harburg wird Sitz einer Nebenlinie der Herzöge von Braun-
schweig-Lüneburg. Die Burg wird zum Schloss. Unter der Regent-
schaft von Herzog Otto I. und seinen Nachfolgern verdreifacht
sich die Einwohnerzahl von geschätzten 100 auf rund 300.
ab 1644 Nach dem Tod des letzten Harburger Herzogs (1642) ist der Weg
frei für den Ausbau des Schlosses zu einer modernen sternförmi-
gen Festungsanlage.
Dem Festungsbau fällt ein Teil der Bürgerstadt zum Opfer. Ein
neues Stadtzentrum entsteht südlich der Schloßstraße am
Geestrand. Die Schloßstraße bleibt Zentrum für den Waren-
umschlag. Bürgerstadt und Hafenbezirk beginnen getrennte
Wege zu gehen.
1661 Ein Handelsvertrag festigt die Entwicklung Harburgs zur Hafen-
stadt. Das Transportgewerbe wird für die nächsten 200 Jahre zum
wichtigsten Wirtschaftszweig Harburgs.
1845-49 Die militärisch nicht mehr genutzte Festung mit ihren Wasser-
gräben wird zu einer modernen Hafenanlage umgewandelt und
erhält 1847 Anschluss an das Hannoversche Eisenbahnnetz. Eine
wichtige Voraussetzung für die Industrialisierung in Harburg.
1854 Harburg wird anders als Hamburg Mitglied des Deutschen
Zollvereins und damit zu einem begehrten Standort für die Ham-
burger Industrie. Die in Harburg gefertigten Waren können zollfrei
auf dem deutschen Markt angeboten werden. Der Bezirk rund um
den Harburger Hafen wird zum blühenden Industriegebiet, das
auch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges überdauert.
ab 1970 Die Wirtschaftskrise der 1970er Jahre sowie der wirtschaftliche
Strukturwandel gehen auch an Harburg nicht spurlos vorüber.
Mehr und mehr Betriebe schließen ihre Pforten, reduzieren oder
verlagern ihre Produktion. Teile des Harburger Binnenhafens
veröden.
1978 Mit dem Einzug der neu gegründeten Technischen Universität
Hamburg-Harburg (TUHH) in das ehemalige Verwaltungsge-
bäude der Firma Thörl an der Harburger Schloßstraße beginnt ein
neues Kapitel in der Geschichte des Harburger Binnenhafens. Er
läutet die Umwandlung von einem traditionellen Industriestandort
zu einem Zentrum moderner Dienstleistungs- und Technologie-
unternehmen ein. Die Praxisorientierung der TUHH sowie eine
enge Kooperation mit der Wirtschaft sorgen für neue Impulse für
die Ansiedelung von jungen Firmen aus den IT-, Umwelt- und Bio-
technologie-Branchen.
1990 Gründung des MAZ Mikroelektronik-Anwendungszentrum
Hamburg in unmittelbarer Nachbarschaft der Universität. Das
städtische Unternehmen MAZ hat als wirtschaftspolitisches
Instrument das Ziel, innovative Märkte im Bereich der Mikro-
elektronik für den Wirtschaftsraum Hamburg zu erschließen. MAZ
gründet im Laufe der Zeit zehn Technologieunternehmen, acht
davon haben bis heute ihren Sitz im channel harburg. Diese Aus-
gründungen sind die ersten von vielen weiteren Firmenansied-
lungen im channel.
1992 Die Immobilienentwicklung im channel harburg beginnt mit der
Konversion der ehemaligen Unilever-Seifenfabrik am Scheller-
damm und mit der Eröffnung des Edelrestaurants Marinas.
Investor für diese Maßnahme sowie ein Großteil der Projekte in
den Folgejahren ist die Hamburger Baufirma HC Hagemann.
1994 Das MAZ bekommt ein neues Gebäude in der Harburger Schloß-
straße. Die zeitgemäße Architektur setzt neue Maßstäbe im
channel und fügt sich unkonventionell in die vorhandene Bau-
struktur ein.
1995 Der ehemalige Palmspeicher wird zu einem Bürogebäude mit
Restaurant und Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss um-
gebaut.
1998 Mit dem Gebäude channel I für die aus dem MAZ ausgegründete
Firma bbcom wird der zweite Neubau im channel harburg erstellt
und vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg zum Bauwerk
des Jahres gewählt.
2000 Der Verein channel harburg e.v. wird als Interessensvertretung
ansässiger Firmen ins Leben gerufen. Zielsetzung ist, unter der
Dachmarke channel harburg die verschiedenen Aktivitäten im Ge-
biet des Harburger Binnenhafens zu bündeln und dabei auch die
Hafen- und Industriebetriebe mit einzubeziehen. Prioritäten:
Standortmarketing, Knüpfung von Netzwerken und die Ansiedlung
neuer Unternehmen.
2002 Der channel tower, das neue Wahrzeichen für den channel
harburg und mit 75 m Höhe das höchste Gebäude südlich der
Elbe, wird eingeweiht und von den ersten Mietern bezogen.
2003 TuTech Innovation GmbH siedelt sich im Verbund mit Hamburg
2004 Innovation GmbH im channel harburg an.
2005 Gesellschafter der GmbH sind die Hamburger Hochschulen sowie
die TuTech, die auch den operativen Kern des Transfer-Verbundes
bildet. Im Bereich Wissenstransfer hat die TuTech bundesweit
Vorbild-Charakter.
In der “Fortschreibung des Leitbildes: Metropole Hamburg
Wachsende Stadt" durch die Senatskanzlei Hamburg vom
22.7.2003 wird u. a. beschlossen: Der Sprung über die Elbe soll
auch die Süderelbe überwinden und das stadtweit bedeutsame
Entwicklungsprojekt des Harburger Binnenhafens mit der Schloß-
insel als Trittstein der Gesamtentwicklung auf der Achse City
HafenCity Wilhelmsburg Harburg einbinden.
- Die Dachmarke “channel harburg" wird im Juli von der Mitglieder-
versammlung des channel harburg e.v. geändert in “channel
hamburg". Damit soll betont werden, dass der channel ein Ham-
burger Stadtteil ist und mit dem Norden zusammenwächst, auch
im Sinne des Leitbildes der “Wachsenden Stadt".
- Die Konversion des Silos am Schellerdamm in ein modernes 14-stöckiges
Bürohaus ist abgeschlossen.
- Als weiteres herausragendes Gebäude im Binnenhafen wurde der
Kaispeicher fertig gestellt. Auch hier wurde ein für die Geschichte
des Hafens prägnantes Speichergebäude erhalten und für neue
Zwecke umgewandelt.
- Die Planungen für die Integration eines chinesischen Handels-
und Dienstleistungszentrums in den channel hamburg werden der
Öffentlichkeit präsentiert.
- Auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bahn stehen be-
reits die nächsten Erweiterungsflächen für den channel bereit.
Hierfür gibt es Pläne für eine Mischnutzung aus Arbeiten,
Forschen und Wohnen, die unter dem Schlagwort Hafencampus
zusammengefasst werden.
- Für den Bau eines Boarding-Hauses liegen konkrete Planungen
vor. Geschäftspartnern und Mitarbeitern von ansässigen Firmen
werden hiermit Unterkunftsmöglichkeiten in enger räumlicher Be-
ziehung zum channel hamburg geboten.
- Der Senat entlässt die Schloßinsel aus der Hoheit des Amtes für
Strom- und Hafenbau. Damit wird der Weg frei für die Nutzung
der vielfältigen Potenziale des Gebietes als Wassersportrevier
und Wohnquartier. Ansässige Werften und entsprechende
Dienstleistungsunternehmen können von dieser Entwicklung
profitieren und werden in die Planungen mit einbezogen.
- Der channel hamburg ist einer der Hauptstandorte für strategische Airbus-Supplier.
Die Geschichte im Überblick - finden Sie im Anhang.