Wohnen am Wasser
Es ist eine Erfolgsstory: die Konversion des channel hamburg vom Arbeitshafen zum Hightech-Dienstleistungszentrum. Eine Entwicklung, die europaweit für Aufsehen gesorgt hat. Immerhin galt der Harburger Binnenhafen schon Mitte des 19. Jahrhunderts als modernster Hafen des Kontinents. Jetzt steht der nächste Schritt an: die Zusammenführung von Arbeit mit Wohnen und Freizeit.
Spannend, unkonventionell, charmant, sympathisch – das sind die Attribute, die Mitarbeiter und Gäste dem channel hamburg immer wieder attestieren. Ein wunderbarer Mix aus Tradition und Moderne – gewürzt mit einzigartigem Hafenflair. Ein Ort, an dem man sich auch sehr gut vorstellen könnte zu leben. Das hat sich die Internationale Bauausstellung (IBA), die 2013 in Hamburg stattfinden wird, auf ihre Fahnen geschrieben. „Neben seinen Trittsteinen Veddel und Wilhelmsburg findet der ‚Sprung über die Elbe’ sein Ziel im Binnenhafen im Harburger Norden“, sagt IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg. „Hier wird die Internationale Bauausstellung Hamburg Motor sein, um diesen geschichtsträchtigen Ort in eine Zukunft zu führen, die auf visionäre Weise seine Bedeutung würdigt und neues Leben und Arbeiten ermöglicht. Unser Ziel ist es, ein Beispiel für eine ehrgeizige, qualitätvolle und kreative Stadtentwicklung zu liefern.“
Als attraktive Wohnquartiere stehen dabei die Schlossinsel und der Kaufhauskanal im Fokus der Stadtentwickler. Bei der Auslobung eines Gutachterverfahrens durch die IBA Hamburg zur Erstellung eines Masterplans für den Bereich am Kaufhauskanal wurde einstimmig die Präsentation der „BIG Bjarke Ingels Group“ aus Kopenhagen zur Realisierung empfohlen.
„Ausgehend von der vorhandenen Situation versucht die vorliegende Arbeit auf eine spielerische Art und Weise, die vorgefundene Vielfalt und Heterogenität des Ortes als Identität dessen zu erkennen, diese in sich aufzunehmen und weiterzuentwickeln“, hieß es in der Beurteilung der Jury, der unter anderem Oberbaudirektor Professor Jörn Walter angehörte. Und weiter: „Der architektonische Entwurf für den Kaufhauskanal entwickelt eine neue Typologie für das Areal, einen ‚Kaufhauskanal-Hybrid’, der seine Geometrie zugunsten des benachbarten Bestandes verändert. Der Entwurf ist der Vorschlag für eine urbane Nachbarschaft in der Metrozone Hamburg-Harburg, die in der Lage ist, Gegensätze miteinander zu vereinen – Stadt und Landschaft, Vergangenheit und Zukunft, Entschluss und Mitwirkung, Wohnen und Arbeiten, Karriere und Kinder. Im Sinne ganzheitlichen Lebens.“ (pen)